HELDEN – Erzählungen von Jurica Pavicic

Helden-Pavicic … der letzte Hauch von Abenteuer, die autorisierte Flucht von zu Hause …

Jurica Pavicic: Helden

Übersetzung: Susanne Böhm und B. Stipetic
ISBN: 978-3-944359-08-3
Seiten: ca. 105
Preis: 4,99 EUR
Format: epub und mobi

 

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„Sie nahmen Kinder, die am Joystick festgewachsen waren, testeten sie und machten aus ihnen Maljutka-Krieger.“
Einer dieser Maljutka-Krieger ist Toni, der den Krieg für einen riesigen Abenteuerspielplatz hält, bis er den Feinden von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht.“Ich bin auch eine Verräterin! Ja eine Verräterin – und das ist gut so.”
Kristina verliert durch den Krieg die große Liebe ihres Lebens. Dennoch meistert sie ihr Leben und entwickelt sich zur erfolgreichen Geschäftsfrau, allerdings unter den wachsamen Augen eines Kriegskameraden ihres verstorbenen Mannes.“Dies ist der Moment. Der Moment, in dem er unterhalb des Dorfes steht und weiß, dass dort oben etwas nicht so ist, wie es sein sollte.”
Als Landvermesser kommt Robert in ein Dorf an der Grenze zwischen Kroatien und der Herzegowina. Doch sein Auftrag ist nur Tarnung. Tatsächlich sucht er einen Mann, dem er im Krieg schon einmal begegnet ist.

Pavicics Geschichten nehmen uns mit in den Krieg und wieder hinaus, erzählen vom Preis des Ruhms, den Abgründen und Nebenwirkungen des Heldentums.

 

Rezensionen:

Pavičić hat eine hübsche Neigung zum Familien-Melodram: Unverständnis und Unglück in der Familie, Alltag und Krieg, Gewalt und Tod, Fluchten und Beerdigungen, Väter und Söhne, Brüder und Schwestern … Schwer zu sagen, wer hier Sieger und wer besiegt ist, im Alltag, im Krieg und im Frieden. Goffredo Fofi, Internazionale

Pavičić ist einer der Besten, was die intelligente und subtile sozial-mental-kulturologische Beobachtung angeht. Es gibt wenige Autoren, nicht nur in Kroatien, sondern überhaupt in unserem Sprachraum, die so gekonnt die schicksalhafte Gleichartigkeit und die traumatischen Veränderungen der hiesigen subkontinentalen Gesellschaften beleuchten.
Teofil Pančić, Vreme

Südländer. Eigensinnig, reizbar, temperamentvoll, konservativ, leicht verstockt, eher grob, dem Alkohol zugetan, Familienmenschen, Patriarchen, etwas lethargisch, fußballbesessen – vielleicht haben wir wirklich keine Ahnung, wie viel an diesen Vorurteilen, die wir über die Leute aus Dalmatien haben, richtig oder falsch ist. Nur der Zutritt zu diesem Mikrokosmos kann uns die Augen öffnen und ein Mosaik aus dem Spektrum der Charaktere zusammensetzen, aus dieser bunten Vielfalt, wie es sie überall auf der Welt gibt. Glas istre

Pavičić ist im besten Sinne ein engagierter Autor. Literarisch interessieren ihn sowohl widerrechtliche Bauten als auch der Kummer von Gastarbeitern, Fußball als Metapher für gesellschaftliche Veränderungen vom „Sozialismus mit menschlichem Gesicht“ zum „wilden Kapitalismus“ sowie der Zusammenprall von beruflichen Ambitionen mit der Unmöglichkeit eines erfüllten Privatlebens, die Katastrophe des Kriegs gleichermaßen wie die Folgen im Leben der Täter und Opfer zu Friedenszeiten. Seinen traurigen „Helden“ stehen mit einem Bein auf sicherem Boden und mit dem anderen über dem Abgrund. Vecernji list

 

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